|
Nur keine Panik! - Leben ohne Phobie mit Klopfakupressur
„Nun hab Dich mal nicht so!“
„Jetzt reiß Dich doch mal zusammen!“
Das oder Ähnliches bekommen oft Menschen zu hören, die
unter einer Phobie, wie zum Beispiel Höhenangst, Spinnenangst
oder Angst vor einer Zahnarztbehandlung leiden.
Angst an sich ist eine sehr gesunde Reaktion, um uns vor gefährlichen
Situationen zu schützen. Zum Problem wird es meist nur dann,
wenn wir in einer Situation Angst bekommen, in der es eigentlich
keine reale Gefahr gibt. Und genau da sprechen wir dann von einer
Phobie. Eine Phobie ist die Furcht vor einer Situation, in der
keine reale Gefahr vorliegt.
Was bei dem einen Panik auslöst, hat auf den anderen keinerlei
Wirkung. Vielleicht hat ein Bekannter von Ihnen Angst vor Spinnen.
Während Sie diese kleinen, putzigen Tierchen sogar mit einem
Lächeln in die Hand nehmen.
Wichtig ist, dass Sie sich vergegenwärtigen, dass Ängste
und Phobien wenig mit Schwäche oder Mut zu tun haben. Vielleicht
ist Ihr Bekannter, der Angst vor Spinnen hat, Feuerwehrmann. Und
im Ernstfall geht er in ein brennendes Haus, um ein Menschenleben
zu retten. Das ist eine mutige und bewundernswerte Tat. Und trotzdem
bekommt er es mit der Angst zu tun, wenn er eine Spinne sieht.
Wie entstehen nun Ängste und Phobien? Je nach therapeutischer
Richtung gibt es unterschiedliche Erklärungsmodelle. Wir wollen
uns heute zunächst einmal nur mit dem Modell der energetischen
Psychologie beschäftigen.
Die Energetische Psychologie hat Ihren Ursprung in der traditionellen
chinesischen Medizin. Diese geht davon aus, dass unser Körper über
ein Energiesystem verfügt, das so genannte Meridiansystem.
Auf dieser Annahme bauen auch bekannte Verfahren wie zum Beispiel
Akupunktur und Akupressur auf. Fließt unsere Lebensenergie
durch diese Meridiane ungehindert und frei, dann sind wir gesund
und vital, und fühlen uns emotional frei. Wird die Energie
dagegen aus welchem Grund auch immer blockiert, kommt es zu einem
Energieungleichgewicht und es können zum Beispiel Ängste
und Phobien entstehen.
Ängste und Phobien sind also so betrachtet nichts anderes
als ein Energieungleichgewicht in den Meridianen.
Die Akupunkturpunkte liegen direkt auf den Meridianen und durch
eine Stimulation dieser Punkte lassen sich Blockaden im Energiefluss
schnell und gezielt auflösen.
Die energetische Psychologie ist in der Öffentlichkeit bisher
weniger bekannt, obwohl sie sich als sehr wirksam erwiesen hat.
Die energetische Psychologie nutzt die Akupunkturpunkte zum Beispiel
zur Behandlung von emotionalen Problemen und Sorgen, bei unangenehmen
Erinnerungen und auch zur Behandlung von Ängsten und Phobien.
Überlegen Sie einmal, ob Sie in irgendeinem Bereich eine
Phobie haben und wenn ja wo.
Beispiele von Phobien sind: Höhenangst, Flugangst, Spinnenangst
oder auch die Angst vor Zahn-arztbehandlungen.
Ganz wichtig ist, dass die Technik, die Sie im Laufe der heutigen
Sendung kennen lernen, lediglich als Selbsthilfe dient. Sie ist
nicht als Ersatz für eine professionelle Therapie gedacht.
Diese Technik hat sich in der Praxis als wirksam und sicher bewährt.
Wer sie anwendet, tut dies aber in eigener Verantwortung.
Wenn Sie eine Phobie gefunden haben, dann fragen Sie sich, wovor
genau Sie Angst haben. Wenn Sie zum Beispiel Flugangst haben, was
genau löst Ihre Angst aus? Ist es der Start oder die Landung?
Oder haben Sie vielleicht Angst vor Turbulenzen während des
Fluges? Je genauer Sie hier sind, desto wirksamer ist die Technik,
die Sie gleich kennen lernen.
Das Gute ist: Um die Phobie erfolgreich aufzulösen, müssen
Sie nicht wissen, wann genau oder in welcher Situation sie entstanden
ist. Denn durch die Behandlung des Energieungleichgewichts, lösen
Sie direkt die energetische Ursache auf und damit auch die Phobie.
Wenn Sie ein Thema gefunden haben, dann schätzen Sie jetzt
bitte auf einer Skala von 0 bis 10 Ihre Angst ein, wenn Sie an
den Auslöser Ihrer Phobie denken. Wie zum Beispiel einen Flug
oder eine Spinne. 10 stellt dabei den größtmöglichen
Stresslevel dar, während 0 überhaupt keinen Stress bedeutet.
|
 |
Nach der traditionellen chinesischen Medizin ist jeder Akupressurpunkt
einem bestimmten Organsystem zugeordnet. So gibt es zum Beispiel
ein Herzmeridian und auch ein Dünndarmmeridian.
Nach meiner Erfahrung liegt bei einer Phobie zu 95 % iger Wahrscheinlichkeit
eine Störung im Magenmeridian, im Milz-Pankreas-Meridian und
im Nierenmeridian vor. Wenn dies bei Ihnen nicht der Fall sein
sollte, dann merken Sie das daran, dass Sie durch die Behandlung
der Akupressurpunkte keine Besserung Ihrer Phobie erfahren. Dann
muss durch eine Diagnose in einem persönlichen Gespräch
festgestellt werden, in welchen Meridianen die Blockade vorliegt,
um diese erfolgreich aufzulösen.
Bevor Sie die Selbsthilfe-Technik kennen lernen, lassen Sie uns
kurz die genaue Lage der Standard-Behandlungspunkte anschauen.
Beginnen wir mit dem Magenmeridian. Der Behand-lungspunkt für
diesen Meridian liegt unter dem Auge auf dem Jochbein, direkt unter
der Pupillenmitte.
Der Behandlungspunkt für den Milz-Pankreas-Meridian liegt
unter dem Arm, seitlich auf dem Brustkorb und zwar etwa 15 cm unter
der Mitte der Achselhöhle.
Der Behandlungspunkt für den Nierenmeridian liegt im Winkel
zwischen Schlüsselbein und Brustbein. Diesen Punkt nennen
wir einfach Schlüsselbeinpunkt.
Also, die drei Punkte noch einmal im Überblick: Unter dem
Auge, unter dem Arm und der Schlüsselbeinpunkt.
Die energetische Selbsthilfe-Technik funktioniert ganz leicht.
Sie klopfen einfach sanft mit zwei Fingern die Standard-Akupunkturpunkte,
die Sie gerade kennen gelernt haben, während Sie an den Auslöser
Ihrer Phobie denken. Wenn die Angst während des Klopfens zu
stark werden sollte, dann brechen Sie bitte ab.
Bevor Sie mit dem Klopfen beginnen, ist es wichtig, dass wir uns
noch kurz ein anderes Phänomen anschauen. Und zwar die so
genannte psychologische Umkehrung. Dieses Phänomen lässt
sich am einfachsten erklären, wenn Sie sich vorstellen, dass
in Ihrem Energiesystem eine Batterie falsch herum liegt. Das ist
nicht immer der Fall, aber da wir das nicht überprüfen
können, lösen wir die Umkehrung einfach standardmäßig
auf. Denn eine Umkehrung kann den Behandlungserfolg verhindern.
Und wenn keine Umkehrung vorhanden war, dann schadet die Auflösung
auch nichts.
Nehmen Sie jetzt bitte innerlich Kontakt mit Ihrer Phobie auf,
indem Sie sich kurz den Auslöser vergegenwärtigen.
Um eine mögliche Umkehrung aufzulösen, schlagen Sie
jetzt bitte sanft Ihre Handkanten aneinander. Dadurch stimulieren
Sie automatisch den Behandlungspunkt für den Dünndarm-Meridian.
Während Sie das tun, sagen Sie bitte laut oder leise: „Ich
akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn ich Angst vor … habe.“ Diesen
Satz wiederholen Sie dreimal.
Bleiben Sie dann innerlich in Kontakt mit Ihrer Phobie und klopfen
Sie sanft mit zwei Fingern jeweils etwa 5 Sekunden lang die Standard-Akupressurpunkte:
Unter dem Auge, Unter dem Arm und den Schlüsselbeinpunkt.
Bevor Sie den nächsten Klopfdurchgang machen, führen
Sie bitte die Butterfly-Technik durch. Einige von Ihnen kennen
diese vielleicht schon aus einer der letzten Sendungen mit mir.
Kurz zur Auffrischung: …überkreuzen Sie die Arme vor
der Brust, so dass die Hände auf den Schultern liegen und
klopfen Sie abwechselnd im Sekundenrhythmus mit den Händen
auf die Schultern – links, rechts, links, rechts, links,
rechts… Das können Sie im Sitzen oder im Liegen machen,
wichtig ist nur, dass Ihre Beine dabei nicht überkreuzt sind… machen
Sie das etwa 20 Sekunden lang und dann atmen Sie tief durch.
Dann klopfen Sie die drei Punkte erneut: Unter dem Auge, unter
dem Arm und den Schlüsselbeinpunkt.
Wie geht es Ihnen jetzt, wenn Sie die Augen schließen und
an den Auslöser Ihrer Phobie denken? Stufen Sie Ihr unangenehmes
Gefühl noch einmal auf der Skala von 0 bis 10 ein und vergleichen
Sie Ihr Gefühl mit dem Anfangswert. Jetzt sollten Sie schon
eine deutliche Besserung spüren.
Wiederholen Sie dieses Schema – klopfen, Butterfly-Technik,
klopfen – bis Sie auf der Skala bei 0 oder 0 bis 2 sind.
Wenn Sie Angst vor engen Räumen, Angst vor Spinnen oder Angst
vor Flugturbulenzen haben, dann hat es sich bewährt, wenn
Sie zwar die gleichen Akupressurpunkte nutzen, aber die Reihenfolge
etwas verändern. Klopfen Sie dann: Unter dem Auge, Schlüsselbeinpunkt,
unter dem Arm, wieder den Schlüsselbeinpunkt und noch einmal
unter dem Auge.
|